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Arten von Dünnschichtputzen

Dünnlagenputze sind spezielle Unterputze auf Kalk-Zement- oder Gipsbasis, die teilweise auch einschichtig, als Unter- und/oder Oberputz ausgeführt werden können. Im Gegensatz zu den genormten, einlagigen Unterputzen mit Mindestputzstärken von 10 mm oder 15 mm, werden Dünnlagenputze in einer Putzdicke von 3 - 5 mm ausgeführt. Im Regelfall wird planebener Putzgrund 4 mm dick verputzt.
Der Planer muss beachten. dass mit dem Dünnlagenputz bei hierfür üblichen Putzdicken maximal Ebenheitstoleranzen von 2-3 mm ausgeglichen werden können.
Dünne, einlagige Putze auf können auf planebene Wänden und Decken appliziert werden. Geeignete Putzgründe für Dünnlagenputze müssen planeben sein, wie z.Bsp. Kalksandstein und Porenbeton in Blöcken oder Plansteine, planebene Betonbauteile usw. Teilweise werden diese Bauteile auch grossformatig ausgeführt. Untergrundvorbehandlungen sind nur auf schwach- oder nicht saugenden Untergründen erforderlich. Grundsätzlich sind an den Putzgrund höhere Masstoleranzen zu stellen , als dies nach ÖNORM DIN 18202 "Toleranzen im Hochbau",1,Tabelle 3, Zeile 5 zulässig ist. Die dort genannten Ebenheitstoleranzen zwischen nichtflächenfertigem Untergrund und flächenfertiger Wandfläche von 5 mm können mit Dünnlagenputzen nicht ausgeglichen werden.
Neue Bauweisen erfordern neue Baustoffsysteme. Durch die Tendenz zum energie- und kostensparenden Bauen wurde in den letzten Jahren eine neue Entwicklung im Bauen eingeleitet.
So kamen auch verstärkt planebene Putzgründe wie z.B. Planziegel, Porenbetonsteine oder ähnliche Baustoffe mit geringen Masstoleranzen auf den Markt. Dies bedingte ebenso eine Entwicklung neuer Beschichtungssysteme.
Für diese Bauweisen mit sehr ebenen Putzgründen können, bei ordnungsgemässer Ausführung und besonders in Hinsicht auf Masstoleranzen, im Innenbereich vermehrt Dünnlagenputze zum Einsatz kommen.
Planebene Putzgründe mit Dünnlagenputzen stellen ein neues Bausystem dar, das an alle Beteiligten erhöhte Anforderungen stellt. Zu den verschiedenen Wanddicken müssen abgestimmte Produkte wie Rolladenstürze, Tragstürze, aber auch Türzargen und andere wanddickenabhängige Einbauteile eingeplant werden. Aussenecken von Wänden/Decken sind mit einem Eckprofil/Kantenprofil für den Dünnlagenputz zu versehen.

Fugenlose Wärmedämmung

Wärmedämmputze und wärmedämmende Hochlochziegel sind mineralische Baustoffe und ergänzen sich in ihren Eigenschaften in idealer Weise. Ihre Wärmedämmung garantiert einen guten Wärmeschutz der Aussenwand.
Darüber hinaus bringen beide Baustoffe einzeln oder in Kombination auch weitere wichtige Eigenschaften mit, die für Aussenwände unentbehrlich sind: hohe Tragfähigkeit sowie hervorragenden Brand- und Feuchteschutz. Der geringe Wasserdampfdiffusionswiderstand des Wärmedämmputzes ergänzt den guten Feuchtetransport in porosierten Hochlochziegeln. Damit ist sichergestellt, dass die Neubaufeuchte schnell abgebaut wird und keine schädlichen Feuchteanreicherungen im Wandquerschnitt auftreten. Schliesslich entsprechen beide Baustoffe aufgrund ihrer hohen Lebensdauer, unkomplizierten Instandhaltung und guten Recyclingeignung auch den heutigen Anforderungen zeitgemässen Bauens.
Mit Wärmedämmputzen können fugenlose Dämmschichten hergestellt werden, die sich allen geometrischen Formen des Putzgrundes problemlos anpassen. Durch die Reduzierung der thermischen Belastung des Putzgrundes, aber auch infolge des geringen Elastizitätsmoduls (E-Modul), erhöhen Wärmedämmputze die Sicherheit vor Rissbildung.

Zementputze

Zement ist ein hydralisches Bindemittel, hergestelt durch gebranntem Portlandzementkinker und Gipsstein sowie gegebenfalls diversen Zumahlstoffen (Huttensand, Flugasche, Kalkstein u.a.) Zementputze werden uberall dort eingesetzt, wohohe Anforderungen an die Festigkeiten, Frostbestandigkeit, Dichtigkeit und Wasserbelastbarkeit gestellt werden (z.B. Gebäudesockel und Spritzwasserbereich).

Kalk-Zementputze

Kalk-Zementputze vereinen die Vorteile von Kalk- sowie Zementputzen. Gezielte Kalkbeigaben können die durch den Zement bedingten Eigenschaften, wie hohe Festigkeit und Dauerbeständigkeit in Richtung der Verbesserung der Verarbeitbarkeit von Putzen ergänzen. Sie sind neben der Anwendung in Wohnräumen besonders auch für Feuchträume, Treppenhäuser (hohe mechaninsche Belastbarkeit) im Innen- und Aussenbereich zu verwenden.

Gipsputze

Gips ist neben Lehm das älteste Bindemittel und wurde bereits 9000 v. Chr. in Kleinasien verwendet. Gips ist ein in der Natur häufig vorkommendes Gestein, das als Sediment durch Ausfällung von verdunstetem Meerwasser vor ca. 285-195 Mio. Jahren entstanden ist. Gipsputze zeichnen sich durch Schwindfreiheit und ihre feuchtigkeitsregulierende Wirkung aus. Gipsputze sind nur im Innenbereich zu verwenden.

Kalkputze

Kalkmörtel wurden schon ca. 5000 v.Chr. im mesopotamischen Raum nachgewiesen und später von den Ägyptern, Griechen und Phöniziern weiterentwickelt. Das Bindemittel Kalk wird heutzutage hauptsächlich als Kalkhydrat in Pulverform verwendet. Für Kalkputze werden Luftkalke, hydraulische Kalke sowie Kombinationen aus beiden verwendet. Kalkputze sind diffusionsoffen, haben eine ähnlich gute Wasseraufnahmefähigkeit wie Gipsputze und wirken ebenfalls feuchtigkeitsregulierend auf das Raumklima. Kalk-Gipsputze verbinden die Vorteile der beiden Bindemittel Kalk und Gips. Sie besitzen feuchtigkeitsregulierende und neutralisierende Wirkung. Sie können einlagig aber auch als Mehrlagenputz verarbeitet werden.
Baukleber und Spachtelmassen sin universell anwendbare Klebe- und Ausgleichsmassen für den Baustellenalltag. Baukleber finden Verwendung als Haftbrücken auf glatten, kritischen Untergründen. Ein weitverbreiteter Einsatzzweck ist das Überspachteln von unebenen oder rauen Unterputzen vor dem Aufbringen von feinkörnigen Oberputzen, wie z.Bsp. vor Oberputz-Auftrag auf Wärmedämmputzen wie RÖFIX 888 Wärmedämmputz. Erhöhte Bedeutung erfahren Spachtelmassen in letzter Zeit durch ihre Verwendung als sogenannte "aufgespachtelte Putzarmierung mit eingelegtem Textilglasgitter".
Spachtelmassen zur Ausführung einer Armierungsschicht
Flächen- und auch Diagonalarmierungen können eine Rissbildung nicht mit Sicherheit verhindern, wohl aber das Risiko verringern. Zum Einbetten des Textilglasgitters muss die Spachtelmasse mineralisch gebunden sowie kunstharzmodifiziert und auf den Unter- und Oberputz abgestimmt sein. Die Kunststoffdispersion der Spachtelmasse muss mit der Oberfläche des Textilglasgitters einen ausreichenden Verbund eingehen. Für die funktionelle Verwendung von RÖFIX Spachtelmassen müssen dafür die Armierungsgewebe RÖFIX P40 und RÖFIX P50 eingesetzt werden.
 
 
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